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Traditionskabinett

Baumaßnahmen, Versammlungen, Fanszene, Personalkarussell
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Maximo Lider
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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Maximo Lider » Sa 11. Nov 2017, 11:11

Auch von mir an dieser Stelle nochmal Alles Gute zum 124.Geburtstag Lok.
125

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Der Buri
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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » So 18. Feb 2018, 17:35

JETZT WÄCHST ZUSAMMEN, WAS ZUSAMMEN GEHÖRT!

Ihr habt es alle mitbekommen: Der VfB Leipzig und der 1. FC Lokomotive planen eine Fusion. In unseren Köpfen sind beide Vereine mitsamt ihrer Historie natürlich untrennbar miteinander verbandelt. Doch nun soll die – auf dem Papier existierende – historische Lücke endgültig geschlossen werden. Somit reicht unsere Vereinshistorie auch offiziell und amtlich bis ins Jahr 1893 zurück. Damit steht der 1. FCL auch offiziell in der Historie des Ersten Deutschen Meisters.

Demzufolge steht dem 1. FC Lok seitens des Deutschen Fußballbundes auch ein Meisterstern auf dem Trikot zu. Klingt das nicht fantastisch?!

Aus diesem Anlass gibt es jetzt in unserem Fanshop diese schöne Gedenkmedaille zum symbolischen Preis von 19,03 Euro ---> https://www.lok-fanshop.com/Besondere-A ... ister.html

Quelle: 1. FC Lokomotive Leipzig via Facebook

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » Mo 19. Mär 2018, 17:48

19.03.1903

Urvater, Gründer, erster Präsident und Spielertrainer des V.f.B. Leipzig, Theodor Schöffler, verstirbt plötzlich und völlig unerwartet knapp zwei Monate vor dem Finale der ersten Deutschen Meisterschaft in Altona, die seine "Lilien" gegen den DFC Prag mit 7:2 gewinnen. Die genauen Gründe seines Ablebens sind bis heute nicht genau geklärt, vermutlich erlag er einer kurzen, schweren Krankheit. Er wurde nur 26 Jahre alt. Die mysteriösen Umstände Schöfflers Tod machte der Leipziger Autor Uwe Schimonek in seinem, Ende Februar 2016 erschienenem Kriminal-Roman "Mörderisches Spiel in Leipzig" (http://www.lok-leipzig.com/verein/news/ ... n-leipzig/ ... Jaron-Verlag - ISBN: 978-3897739451) zum Thema. Der Verein für Bewegungsspiele Leipzig e.V. widmete Theodor Schöffler die Erste Deutsche Fußball-Meisterschaft am 31.05.1903. Im Jahr 2010 erhielt eine Straße im Leipziger Stadtteil Engelsdorf ihm zu Ehren den Namen Schöfflerweg.

Quelle: Netzwerk Blau-Gelb via Facebook

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » Fr 23. Mär 2018, 12:56

23.03.1921

Spatenstich im zukünftigen Probstheidaer "V.f.B."- Stadion.

Der VfB Leipzig begann relativ spät, sich um eine eigene Heimstätte zu kümmern und spielte bis 1922 auf dem Sportplatz Leipzig/Lindenau, auf den man 1897 vom Gohliser Exerzierplatz umzog. Mehrmals versuchten die "Lilien", als bis dahin erfolgreichster Leipziger, mittel- sowie deutscher Fußball-Verein, das bis zu dieser Zeit größte Sportareal Leipzigs, den Sportplatz Lindenau, zu erwerben. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch jedes Mal am Unwillen dessen Inhabers, dem "Verein Sportplatz". So machte sich im Jahr 1919 der damalige Präsident des V.f.B., Georg Haase, persönlich auf die Suche nach einem geeigneten Gelände und fand dieses in einem kleinen, verträumten Vorort Leipzigs namens ... Probstheida.

Dieses Areal hatte mit ca. 80 000 qm die erforderliche Größe, war fast ebenerdig, trocken und besaß eine Straßenbahnanbindung. Im gleichen Jahr beantragte Haase den Erwerb dieses Gelände bei der Stadt Leipzig. Dem gab man Mitte 1920 statt und am Ende gleichen Jahres pachtete der V.f.B. das Areal vom Zuckelhausener Gutsbesitzer Robert Müller.

Heute vor 97 Jahren erfolgte schließlich der Spatenstich auf der künftigen Heimstätte des V.f.B. und der heutigen des 1. FC Lokomotive Leipzig. In den nächsten, knapp 1,5 Jahren wurden ca. 16 000 Kubikmeter Erdreich bewegt, da das Gelände in südwestliche Richtung ein Gefälle von 1,6 Meter aufwies und welches begradigt werden musste. Das anfallende "überschüssige" Erdreich wurde vorübergehend rings um das zukünftige Spielfeld abgelagert, später begrünt und noch später befestigt... die heutigen Zuschauerdämme waren entstanden. In Spitzenzeiten waren bis zu 6 500 Arbeiter gleichzeitig beschäftigt, die einer durchschnittlich wöchentliche Arbeitszeit von 47,5 Stunden nachgingen. Nicht inbegriffen waren die V.f.B. Leipzig- Mitglieder, die zu Pflichtarbeitsstunden herangezogen wurden, um die Baukosten zu senken.

Diese beliefen sich auf veranschlagte 3 Millionen Reichsmark, die der Verein ursprünglich aus eigenen Mitteln bewältigen wollte, dem jedoch die Inflation, die zu dieser Zeit in Deutschland ihren Höhepunkt hatte, einen Strich durch die Rechnung machte. Man war auf zwei Darlehen von je 1,5 Mio Mark angewiesen, die von der Versicherungsanstalt Sachsen zu Dresden und der Versicherungsanstalt für Arbeiter Berlin zinsgünstig zur Verfügung gestellt wurden. Am Ende standen schließlich 4,5 Mio Mark zu Buche, die ausstehenden Gelder wurden durch private Spender und Gönner bzw. durch den Verkauf von Eigentümeranteilen erwirtschaftet. Dass selbst diese Beträge nicht ausreichten zeigte sich dadurch, dass die Tribüne, die damals bereits in jetziger Größe geplant war, nur zu ca. einem Viertel fertiggestellt und erst zehn Jahre später erweitert werden konnte. Der Geburtstag eines der größten privaten Finanziers und Gönners des V.f.B. Leipzig jährt sich morgen übrigens zum 137. Mal...

Während der Bauarbeiten wurde ein ca. 1,5 mal 1,5 Meter große Granit-Findling ausgegraben, den man vorübergehend im Bereich der heutigen Treppe zur "Fankurve 1966" ablegte, der damals noch ein freier Durchgang in das Innere des Stadions war. Später wurde rings um diesen Stein eine "grüne Insel" angelegt, ein Steinmetz versah diesen mit den Worte "Unseren Toten" und er diente als Mahnmal zum Gedenken an die, im 1. Weltkrieg gefallenen 109 Vereinskameraden. Er verschwand während den Umbauarbeiten 1949 bis 1951 spurlos ... Gerüchten zufolge wurde er im Zuschauerdamm vergraben und befindet sich vermutlich noch heute unter den Stufen zur "FK66".

Mit einer Festwoche vom 05. bis zum 13. August 1922 wurde das Probstheidaer Stadion schließlich eingeweiht ... es war zu dieser Zeit das größte und modernste vereinseigene Stadion Deutschlands. Als Allzweckstadion erbaut befanden sich hinter den Toren Hoch-, Weitsprung- sowie Kugelstoßanlagen, auf der, heute nur noch rudimentär erhalten Laufbahn waren sämtliche Laufdistanzen möglich, hinter der Gegengerade waren Tennisplätze angelegt und auf den heutigen Nebenplätzen befanden sich Hockey-, Feldhandball- und natürlich Fußballplätze sowie ein "Sonnenbad"-Areal. In der Eröfffnungsrede sprach der nunmehrigen Präsidenten Erich Chemnitz seine berühmten Worte "Enkel mögen kraftvoll walten, schwer Errung`nes zu erhalten"... und dies tun viele, viele ehrenamtliche Helfer im jetzigen Bruno-Plache-Stadion noch bis heute.

Abschließend sei erwähnt, dass die vorangegangenen Ausführungen ausschließlich auf eigenen Recherchen beruhen, die ich u.a. im Sportmuseum und Stadtarchiv Leipzig, vor Ort bzw. online durchgeführt habe. Diese Nachforschungen sind zwar längst noch nicht beendet, bilden jedoch die vermutlich ausführlichsten Beschreibungen der damaligen Bautätigkeiten um das heutige "Bruno", die bisher veröffentlicht wurden.

Quellen: Netzwerk Blau-Gelb via Facebook & Wikipedia

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon L.O.K. » Fr 23. Mär 2018, 17:01

Ist bekannt, welcher der angesprochene Sportplatz in Lindenau war und ob der noch existiert?

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Der Buri
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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » Fr 23. Mär 2018, 17:41

Ich hab mal stellvertretend beim Sportfreund Göhre nachgefragt, und bekam folgende Antwort ...

Es ist heute das Kleinmesse-Gelände am Cottaweg und nicht mehr existent. Das Gelände wurde 1938 abgerissen um die Gutenberg-Ausstellung dort zu errichten. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beendete dieses Vorhaben.

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Der Buri
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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » Sa 24. Mär 2018, 13:54

P.S.: Es gibt auch ein Video von annodazumal (Mit der Straßenbahn durch Leipzig 1931), in dem man den Eingang besagten Sportplatzes sehen kann ---> https://www.youtube.com/watch?v=WWKdPqGV_Pc (ungefähr bei 19:00 min (Zeppelinbrücke ... Palmengarten-Sportplatz)).

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon MiB » Sa 24. Mär 2018, 19:17

Der Buri hat geschrieben:P.S.: Es gibt auch ein Video von annodazumal (Mit der Straßenbahn durch Leipzig 1931), in dem man den Eingang besagten Sportplatzes sehen kann ---> https://www.youtube.com/watch?v=WWKdPqGV_Pc (ungefähr bei 19:00 min (Zeppelinbrücke ... Palmengarten-Sportplatz)).


Schönes Video. :daumenhoch
Überraschenderweise hat sich Leipzig soviel gar nicht verändert in den letzten 90 Jahren. Außer das damals alle Läden Markisen hatten und heute die Straßen, bei gleicher Breite, den hundertfachen Verkehr aufnehmen müssen. Sogar die alte Markthalle am Königsplatz ist zu sehen.

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon LOK-Mirko » Sa 24. Mär 2018, 20:14

Der Buri hat geschrieben:P.S.: Es gibt auch ein Video von annodazumal (Mit der Straßenbahn durch Leipzig 1931), in dem man den Eingang besagten Sportplatzes sehen kann ---> https://www.youtube.com/watch?v=WWKdPqGV_Pc (ungefähr bei 19:00 min (Zeppelinbrücke ... Palmengarten-Sportplatz)).


Danke für dieses Video, einfach nur faszinierend! :daumenhoch
Ich empfehle jedem sich das mal anzuschauen.

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Schöffler´s Söhne » Sa 24. Mär 2018, 20:48

Schade, mag ein interessantes video sein. ABER möchte destewegen nicht Google oder Fatzebuch auf den Leim gehen! Kann mann das Video auch ohne regestrierung ansehen?

André
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Re: Traditionskabinett

Beitragvon André » Sa 24. Mär 2018, 20:52

Das Video ist auf Youtube. Einfach auf den Link klicken und angucken.
Die schlimmsten Geiseln der Menschheit sind die Gier und die Dummheit.

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Eigil » So 25. Mär 2018, 01:13

Einfach unglaublich schön. Ein Stück gute alte Zeit obwohl ich nicht dabei war. Fühlt sich trotzdem gut an.

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Sir Daniel Fortesque » So 25. Mär 2018, 09:20

@buri
Moin, gibt es ein Bild des "Granit-Findlings"?
Ceterum censeo redbullem esse delendam.

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » So 25. Mär 2018, 13:57

Der Sportfreund Göhre war so nett, auch dies zu beantowrten. Es gibt wohl ein einziges Foto, leider ein relativ Schechtes ...

Bild

dsb
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Re: Traditionskabinett

Beitragvon dsb » Di 27. Mär 2018, 12:36

Gibt es noch eine Liste der gefallenen Mitglieder?

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » Di 27. Mär 2018, 13:24

Eventuell in dem ---> https://www.sportantiquariat.ch/0-21-21 ... ig~18.html Buch!? Wer das besitzt, könnte ja mal nachschauen :zwinker

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Schöffler´s Söhne » Di 27. Mär 2018, 16:31

Soo, hab das besagte Büchlein mal kurz überflogen. Auf den Stadionbau wird da nicht explizit eingegangen, nur in der nachstehenden Vereinschronik mit dem bekannten Eröffnungsspiel gg. Viktoria HH hingewiesen. Auch die möglichen, in den Weltkriegen, gefallenen Vereinsmitglieder sind nicht erwähnt, nur das es eben Tote zu beklagen gab. Da in der früheren Zeit des VfB auch viele andere Sportarten betrieben wurden, ist es nicht immer nachvollziehbar welche Sportler das waren. Es sind zwar alle Nationalspieler (DEU+DDR) aufgeführt aber die sind dann meist mit Ihrem "natürlichen" Todestag versehen.
Sory, also weiter recherchieren. :smoke

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Schöffler´s Söhne » Di 27. Mär 2018, 17:22

Na da wollen wir mal weitermachen: aus der Meistermannschaft v. 1913 gg. den Duisburger SpV (3:1) sind 4 Spieler nicht aus dem 1. WK zurückgekehrt. Einer von Ihnen(mir bekannt) war der Torwart Johannes Schneider. Er fiel im Sept. 1914 in Vitry (FRA).

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Uriah Heep » Do 29. Mär 2018, 13:22

Einfach mal den Stein ausgraben, vielleicht stehen da die Namen drauf. Man könnte auch mal in der Nationalbibliothek die Todesanzeigen 14/18 nachlesen, wer Zeit hat. :smile

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » Do 29. Mär 2018, 16:40

Wenn man ernsthaft vorhat die Namen der gefallenen VfB-Spieler während des Ersten Weltkrieges herauszufinden, wäre es zunächst einmal hilfreich eine Liste aller Spieler aufzustellen, die von 1896 bis 1918 für den Verein gespielt haben. Nur mit unserer Online-Chronik (http://chronik.lok-leipzig.com/) wird dies allerdings schwierig. Also müsste man zeitgeschichtliche Dokumente bemühen - die ergiebigste Quelle DAFÜR dürfte wiederum unser Geschichtsonkel André Göhre sein. Diese Liste müsste man dann mit einer Datenbank abgleichen. Zum Beispiel dieser ---> http://des.genealogy.net/eingabe-verlus ... arch/index :smile


P.S.: Oder eben, wie Uriah schrieb, den Stein ausgraben - das dürfte im Zuge der Umbauarbeiten, falls die Bauarbeiter jemand darauf hinweist, die einfachere Methode sein ...

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon LOK1903 » Do 29. Mär 2018, 22:09

Den Steinmetz gibt es bestimmt nicht mehr, aber eventuell Nachfahren. Vllt kann man dort fündig werden. :confuse
"3. Liga 2020 - und bis dahin Fußball pur"

:lokfahne :lokfahne

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Uriah Heep » Fr 30. Mär 2018, 10:33

LOK1903 hat geschrieben:Den Steinmetz gibt es bestimmt nicht mehr, aber eventuell Nachfahren. Vllt kann man dort fündig werden. :confuse


Könnten die in der Nähe des Südfriedhofes sein aber wird auf dem Stein nicht aller gefallenen VfB-Mitglieder gedacht?

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon LOK1903 » Fr 30. Mär 2018, 18:54

Steinmetz Bracker&Müller gibt es seit 1922. Vllt ein Ansatz?
http://steinmetz-aus-leipzig.de/bracker ... z-leipzig/
"3. Liga 2020 - und bis dahin Fußball pur"

:lokfahne :lokfahne

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon dsb » Fr 30. Mär 2018, 23:14

Der Buri hat geschrieben:Eventuell in dem ---> https://www.sportantiquariat.ch/0-21-21 ... ig~18.html Buch!? Wer das besitzt, könnte ja mal nachschauen :zwinker

Ironischerweise habe ich es :winke

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Re: Traditionskabinett

Beitragvon Der Buri » Sa 31. Mär 2018, 16:05

Es gibt ein paar Neuigkeiten vom Sportfreund Göhre.

Zunächst einmal stand auf dem Stein ausschließlich "Unseren Toten" - also keine Liste aller gefallenen VfB-Mitglieder.

Desweiteren ...

Im Krieg blieben von der Meistermannschaft von 1913 und dem Vize von 1914 ... Johannes Schneider und Hans Dolge (gefallen 1914), Johannes Volckers (vermisst 1915) sowie Paul Michel (gefallen 1915).


Was mir auch bekannt ist: Camillo Ugi wird verletzt, kehrt jedoch 1919 wieder zum VfB zurück, Erich Chemnitz kommt als 75%-Invalide zurück (er lief in eine feindliche MG-Garbe) und kann seitdem nur noch als Schiedsrichter aktiv werden, wird jedoch 1921 und 1944 zum Präsidenten des VfB Leipzig gewählt. Adalbert Friedrich beendet nach dem Krieg seine Karriere. Edy Pendorf, Paulsen Pömpner und Willy Völker spielen auch nach dem Krieg beim VfB weiter, Pendorf sogar bis 1932.


Bild

Es waren 1914 wohl insgesamt 14 gefallene VfB-Mitglieder, davon drei Fußballer (Braune, Dolge, Schneider). Er bleibt an der Sache dran und recherchiert weiter :guter


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